Studien und Research

Die Karriere der MillennialsGeneration: Vision 2020

In wenigen Worten

„Diese Umfrage zeigt, dass Arbeitgeber künftig kreativ und flexibel sein müssen, denn um die Millennials zu motivieren, braucht es neue Wege. Sie suchen Herausforderungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Abwechslung, aber auch Anerkennung und Sicherheit. Zusammengenommen bedeutet dies, dass das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer neu definiert werden muss. Ich bin überzeugt, dass es den Unternehmen gelingen wird, der Generation Y die Vorteile aufzuzeigen, von denen sie bei einer langfristigen Bindung profitieren können“.

In der Schweiz erwarten 53% der befragten Personen, dass sie über das 65. Lebensjahr hinaus berufstätig sein werden, und 8% gehen davon aus, dass sie niemals in Rente gehen werden.

87% der Schweizer Y geben an, mehr als 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, 22% sogar mehr als 50 Stunden. 84% unter ihnen planen, längere Pausen in ihrer Laufbahn einzulegen.

69% sind bereit, Zeit und Geld für Weiterbildung zu investieren, 77% finden es wichtig, im Laufe ihrer Karriere neue Kompetenzen zu erwerben.

93% der Schweizer Y verfügen gemäss Umfrage über eine mittlere bis starke Lernbereitschaft. Arbeitgeber, die diese Lernbereitschaft erkennen, haben demnach gute Möglichkeiten, die Y zu motivieren und im Unternehmen zu halten. Die Studie zeigt klar, dass es eine positive Korrelation zwischen einer erfolgreichen Karriere und einer höheren Lernbereitschaft gibt.

Sie sind aber auch offen für nicht-traditionelle Beschäftigungsformen. 42% von ihnen wären bereit, trotz der Risiken solcher Arbeitsmodelle in naher Zukunft selbstständig zu arbeiten, in Form von «gig work» (Jobs auf Abruf) oder Arbeitsstellen-Portfolios, bei denen mehrere Jobs kumuliert werden.

Detaillierte Ergebnisse

Eine zuversichtliche und einsatzfähige Generation, die bereit ist, hart und lange zu arbeiten

Die Schweiz gehört zu den befragten Ländern, in denen die Y am optimistischsten sind, wenn es um ihre beruflichen Aussichten geht. 77% der Befragten sind zuversichtlich, schnell eine Arbeitsstelle finden zu können (3. Rang*). Was das Rentenalter betrifft, so denken 53%, dass sie über das 65. Lebensjahr hinaus beruflich tätig sein werden (12. Rang), 16% bis 70 Jahre oder später (16. Rang). 8% machen sich darauf gefasst, bis zu ihrem Lebensende zu arbeiten (17. Rang). Die Schweizer Y arbeiten intensiv. 87% kommen auf 40 Stunden oder mehr pro Woche (2. Rang), und 22% auf 50 Stunden oder mehr (8. Rang). Die jungen Schweizer liegen gleich hinter den indischen Y, die mehr als 52 Stunden pro Woche arbeiten. Da die Mehrheit der Y wissen, dass sie länger als ihre Eltern berufstätig sein werden, planen 92% länger als vier Wochen dauernde Pausen ein, hauptsächlich aus persönlichen Beweggründen (1. Rang). *Der Rang entspricht der Position des Landes im Vergleich zu 18 teilnehmenden Ländern. Der 1. Rang geht an das Land mit der höchsten, der 18. an das Land mit der schwächsten Zahl.

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Die Prioritäten der Y bei der Arbeitssuche

Bei der Arbeitssuche haben die Schweizer Y drei Prioritäten: einen Lohn, der ihren Anstrengungen entspricht (89%), die Freiheit, längere Auszeiten zu nehmen und Freizeit zu haben (87%) und die Sicherheit des Arbeitsplatzes (85%). Diese Generation bereitet sich für einen langen Weg vor und versteht, dass man neue Fähigkeiten erlernen muss, um für den Arbeitsmarkt interessant zu bleiben. 69% der jungen befragten Schweizer sind bereit, Zeit und Geld für eine Weiterbildung zu investieren, während 80% angeben, dass die Möglichkeit, neue Kompetenzen zu erwerben ein entscheidender Faktor für einen Stellenwechsel ist (8. Rang von 18 Ländern).

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Was motiviert die Y, bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben?

In der Schweiz beabsichtigen 67% der befragten Y, die nächsten Jahre bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben (7. Rang), aber 54% geben an, dass unter zwei Jahre die richtige Zeitspanne sei, um befördert zu werden oder die Stelle zu wechseln (17. Rang). Für 19% beträgt diese Frist weniger als 12 Monate (17. Rang). Parallel zu diesem Bedürfnis nach Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten, geben die Millennials in der Schweiz andere interessante Motivationen an, um an ihrer Arbeitsstelle zu bleiben: ein bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben, eine Arbeit, die man mit seinem Lebensziel vereinbaren kann und die Anerkennung seiner Leistung durch Vorgesetze und Kollegen.

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Die derzeitigen und zukünftigen Arbeitsmodelle der Y

Bei den neuen Arbeitsmodellen spricht man viel von der Uberisierung, diesem neuen Arbeitsmodell, bei dem Online-Plattformen den Kontakt zwischen einem Nachfrager und einem selbstständigen Anbieter von Dienstleistungen herstellen. Sie ist noch wenig verbreitet, denn heutzutage arbeiten nur 2% der Y auf Abruf und für die Zukunft ziehen nur 4% dieses Arbeitsmodell in Betracht. Das Arbeitsmodell von über drei Viertel der Millennials ist derzeit eine Vollzeitstelle. 73% möchten in Zukunft 100% beschäftigt sein, 46% würden gerne Teilzeit arbeiten, 42% sehen sich als Selbstständige, 23% als Freelancer und 15% planen, mehrere Jobs zu kumulieren.

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